„Glück ist, wenn Vorbereitung auf Gelegenheit trifft“ – Mein Weg

Habe etwas Zeit und Ruhe gefunden, mir ein paar Gedanken zu machen. Gedanken darüber, was ich die letzten Monate und Jahre als Hochzeitsfotograf erreicht habe, wo ich noch hin will. Was mir bewusst geworden ist?

Ich möchte Dir viel mehr über mich erzählen, Einblicke in meine Arbeit, in meine Sichtweisen und in meinen Alltag geben. Als Hochzeitsfotograf erlebe ich so viel schöne und tolle Momente, ich liebe meinen Job so sehr. Um nichts in der Welt würde ich meine Berufung als Hochzeitsfotograf in Salzburg und Umgebung eintauschen. Um nichts. Warum schreiben so wenig Fotografen über sich? Wir sind keine Texter, wir machen unsere Bilder, posten diese mit ein paar wenigen Worten – das wars. Ich werde mich aber überwinden und einfach über meine Gedanken erzählen.

In diesem Blog-Post möchte ich Dir einen Einblick geben, wie ich zur Hochzeitsfotografie gekommen bin und warum mich das einfach so verdammt erfüllt…

War alles einfach nur Glück?

Ich beginne mal ganz am Anfang. Ganz klassisch – wie viele dieser Geschichten beginnen – habe ich von meinem Vater eine Kamera geschenkt bekommen – wie alt war ich da wohl? 15 Jahre sowas?  Ganz eine einfache Einsteigerkamera. Eine Sony Alpha. Damals habe ich einfach rumexperimentiert, genau genommen, wusste ich nicht, was ich da mache. Mit der Zeit wurde mir aber bewusst, wie extrem viel Gestaltungsspielraum eine Spiegelreflexkamera bietet.

Wie geht mein Weg weiter? Warum bin ich jetzt als Hochzeitsfotograf in Salzburg tätig? Was ist in den 8 Jahren passiert? Von Jahr zu Jahr entwickelte ich mich weiter, ein Schritt nach dem anderen. Die erste Sony-Kamera bis ins Letzte ausgereizt, entschied ich mich auf Canon umzusteigen. Schließlich kamen die ersten tollen Objektive. Ich kann mich noch genau erinnern, was ich an alten Nintendo-Spielen (es tut immer noch weh) verkauft habe, dass ich irgendwie das Geld für die Ausrüstung zusammenkratzen konnte. Schließlich fotografierte ich keine Blumen mehr, sondern Menschen. Ich wusste welches Rad an der Kamera, was bewirkt.

Die ersten Aufträge.. alles begann mit Salzburg24. Kennst Du bestimmt? DAS Nachrichtenportal in Salzburg. Ah, ich hab da mit Partyfotografie begonnen, just 4 fun. Immer mehr Leute wurden auf mich aufmerksam und ja, Folgeaufträge, Folgeaufträge, Folgeaufträge. Freundschaftsfotos, Familien, Reportagen und ja, die ersten Hochzeiten. Mittlerweile leite ich das Fotografenteam von Salzburg24.

Mein Weg in die Hochzeitsfotografie

Und wie bin ich zur Hochzeitsfotografie gekommen? Wieso liebe ich das so?
Nach Matura und Zivildienst (Zivi war die unerfüllendste Zeit meines Lebens – da verliert man sich selbst..) studierte ich 2 Semester Pädagogik. Ich wollte im Sozialbereich mit Jugendlichen arbeiten. Arbeit mit Menschen ist sowas Schönes und Erfüllendes – man bekommt so viel zurück. Ja, das Studium habe ich  abgebrochen – einerseits, weil mir ein Studium zu weit von der Praxis im späteren Berufsfeld entfernt ist. Andererseits weil Anfragen reingekommen sind, ich hatte den Fokus nicht mehr beim Studium.

Mein aller erstes Brautpaar.

Der Sprung ins eiskalte Wasser

Anfang 2017 habe ich alles auf eine Karte gesetzt und den Sprung in die hauptberufliche Selbständigkeit (Im Vorfeld war ich 2 Jahre nebenberuflich selbständig) gewagt. Du kannst dir nicht vorstellen, was für ein Druck das mit sich bringt. Kann ich alle Rechnungen bezahlen, die Steuern, kann ich meinen Lebensunterhalt bezahlen? Gut, GENAU diesen Druck brauchte ich.
Ich liebe die Arbeit mit Menschen. Ich liebe es. Und noch mehr liebe ich es, Menschen mit meinen Fotos eine Freude zu bereiten. Das gibt mir die nötige Kraft und den Mut.

Manchmal fühlt man sich einfach nur erschlagen von den vielen Abgaben.

„Welche Fotos werden Euch die größte Freude bereiten?“

Diese Frage stelle ich jedem Brautpaar. So schön und spannend welche Antworten ich darauf erhalte. Für mich ist die Hochzeitsfotografie nicht rein das Fotografieren an sich und Abliefern von Fotos. Es ist so viel mehr. Was gibt’s Persönlicheres als eine Hochzeit? Beim Vorgespräch versuche ich bereits mit dem Paar eine persönliche und nette Basis zu schaffen. Ein Hochzeitsfotograf sollte kaum als reiner Dienstleister gesehen werden, ein freundschaftliches Verhältnis macht die ganze Arbeit angenehmer und führt zu dem gewünschten Ergebnis. Authentische und wundervolle Momentaufnahmen für die Ewigkeit.

Beim Paarshooting gebe ich Anweisungen aber halte mich eher im Hintergrund.

„Glück ist, wenn Vorbereitung auf Gelegenheit trifft“

Der Spruch hat es so in sich. Glück? Es sieht nach außen vielleicht so aus, als wäre es Glück gewesen. Aber denk noch mal näher darüber nach. Das nächste mal, wenn du glaubst, es sei Glück gewesen. War es vielleicht nicht doch die Vorbereitung ? Denk mal kurz darüber nach.

Habe einen schönen Tag!

Liebe Grüße
Marcel